fbpx

Ein Hochbeet selber bauen: Unsere Tipps und Bauanleitung.

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten, auch mit wenig Platz? Eine bequeme Arbeitshöhe beim Gärtnern? Wenig Aufwand beim Jäten und keine Schnecken? Dann ist ein Hochbeet genau das Richtige für dich.

Vorteile von Hochbeeten

Hochbeete gibt es heute in allen erdenklichen Formen, Grössen und aus unterschiedlichen Materialien. Lass uns über die Vorteile von Hochbeeten sprechen und warum diese auch für dich geeignet sind.

  1. Behalte den Überblick in deinem Garten
  2. Rückenschonende Arbeitshöhe
  3. Für unfruchtbare Böden geeignet
  4. Kleine Fläche, viel Ertrag
  5. Schädlinge im Griff halten
  6. Längere Lebensdauer

Das sind nur einige der vielen Vorteile von Hochbeeten. Schauen wir uns doch kurz an warum das so ist.

Behalte den Überblick in deinem Garten

Hochbeete und Pflanzkisten haben eine überschaubare Grösse. So hast du immer alles in deinem Blickfeld. Unkraut und Schädlinge, wie Schnecken, erkennst du sofort und kannst sie beseitigen. In einem Hochbeet schaffst du ein eigenes Mikroklima und kannst auf kleiner Fläche grosse Erträge erzielen.

Beispiel für Square Foot Gardening
«Square Foot Gardening» oder Gärtnern im Quadrat.

Eine Methode die dir das Gärtnern im Hochbeet noch einfacher macht, ist das «Square Foot Gardening» oder Gärtnern im Quadrat. Mit einem Rost, Holzlatten oder Gartenschnüren unterteilst du die Fläche in Quadrate von ca. 30 x 30 cm. Gerade für Anfänger ist es so viel einfacher den Pflanzen genügend Platz im Hochbeet zu geben und du verlierst nie die Übersicht.

Rückenschonende Arbeitshöhe

Mit Hochbeeten hast du die Möglichkeit auf der optimalen Höhe zu arbeiten, so kannst du zum Beispiel ein Hochbeet bauen das die gleiche Höhe hat wie die Arbeitsfläche in der Küche. Damit entlastest du deinen Rücken und kannst auf der ergonomisch richtigen Höhe gärtnern. Gerade auch für ältere Menschen oder bei Beeinträchtigungen sind Hochbeete daher die richtige Wahl. Du kannst dein eigenes Gemüse ernten und ohne am Boden zu knien.

Für unfruchtbare Böden geeignet

Hochbeete eignen sich besonders gut für Balkone, Terrassen und Gartensitzplätze die versiegelt (Bodenplatten oder Asphalt) sind. Hochbeete können mit einem Boden vom Untergrund abgetrennt werden und so ein eigenes Mikroklima schaffen oder direkt auf die bestehende Erde im Garten gestellt werden.

Wenn du unsicher bist ob dein Boden im Garten belastet ist oder es sehr wenig Erde gibt, dann empfehlen wir dir das Hochbeet mit einem Boden auszustatten. Mehr dazu findest du weiter unten in der Bauanleitung für dein Hochbeet.

Kleine Fläche, viel Ertrag

Mit einer optimalen Mischkultur und guter Erde schaffst du in deinem Hochbeet ein eigenes Mikroklima. Das steigert den Ertrag und hilft deine Pflanzen zusätzlich vor Schädlingen zu schützen. In der Erde finden ganz viele Prozesse gleichzeitig statt, Organismen wie Regenwürmer setzen die Nährstoffe um, die Pflanzen tauschen an den Wurzeln Zucker gegen Mineralstoffe um und holen sich frisches Wasser. Die erhöhte Arbeitsfläche bei Hochbeeten unterstützt die Pflanzen zusätzlich, da die kalte Luft auf die Bodenebene absinkt und es deine Pflanzen so ein bisschen wärmer haben.

Schädlinge im Griff halten

In einem Garten gibt es fiese Gegner für dein Gemüse, die drei folgenden können auch bei Hochbeeten zu Problemen führen.

Nacktschnecken

Die fiesen Schnecken verderben einem schon mal den Spass am Gärtnern. Wenn dein Hochbeet direkt im Garten steht, bspw. auf der Erde, dann brauchst du oben am Hochbeet einen Abschlussrahmen. Für unsere Hochbeete verwenden wir einen Kupferrahmen als Abschluss und legen noch zusätzlich eine Schicht China-Schilf auf die Erde, das mögen Schnecken nicht so gerne. Ein Metallrahmen mit angewinkelter Kante mit mindestens 2.5 cm Abstand zur Pflanzkiste schützt dein Gemüse vor den fiesen Schnecken.

Metallrahmen Schützt vor Schnecken.

Wühlmäuse und Maulwürfe

Grundsätzlich sind Wühlmäuse und Maulwürfe etwas gutes für den Boden. Sie lockeren verdichtete Stellen auf und tragen so zur Bodenqualität bei. Sie machen dir aber auch dein gutes Gemüse streitig.

Wenn du also ein Hochbeet direkt auf den Erdboden stellst und der Rahmen keinen eigenen Boden hat, musst du ein feinmaschiges Draht- oder Mäusegitter installieren. Da gerade Mäuse auch an sehr engen Öffnungen eindringen können, darf die Maschenweite des Drahtgitters maximal 12 x 12 mm gross sein.

Bei unseren Hochbeeten mit Wasserspeicher kann dir das gar nicht passieren, da wir einen geschlossenen Boden und verstellbare Füsse eingebaut haben.

Längere Lebensdauer

Abhängig vom Standort deines Hochbeets eignen sich unterschiedliche Hölzer besser, damit dein Hochbeet möglichst lange hält ohne morsch zu werden.

Gedeckte Plätze

Für Hochbeete an gedeckten Plätzen kannst du auch günstigeres Holz, wie zum Beispiel Fichtenholz, verwenden. Fichte wird in der Witterung gräulich, hält aber, sofern es nicht zu nass wird einige Jahre.

Ungedeckte Plätze

Kommt dein Hochbeet regelmässig mit Regenwasser in Kontakt, empfehlen wir dir hochwertiges Holz für den Bau deines Hochbeets zu verwenden. In unserer Klimazone zählt Lärchenholz zu den härtesten und widerstandsfähigsten Hölzer. Lärche wächst in höheren Lagen und ist durch die grosse Menge an Harz sehr witterungsfest. Für unsere Hochbeete verwenden wir Schweizer🇨🇭 Lärchenholz aus dem Bündnerland. Das Holz altert rötlich bis gräulich und hält unbehandelt über viele Jahre bis Jahrzehnte.

Hochbeet bauen: Anleitung

Selbstverständlich gibt es viele unterschiedliche Arten, um ein eigenes Hochbeet zu bauen. Wenn du bereits eine bestehende Kiste aus Holz oder Metall hast und diese gerne in ein Hochbeet mit Wasserspeicher umbauen möchtest, dann melde dich bei uns für unser Upcyling-Angebot. Die folgende Anleitung hilft dir dein Holzhochbeet zu planen, zu bauen, zu füllen und zu bepflanzen.

Mit dieser Anleitung baust du dir ein einfaches Hochbeet aus Holz selber bauen und so dein eigenes Gemüse, Kräuter und Beeren anpflanzen.

  1. Hochbeet Standort: Masse nehmen und Planen

    Das wichtigste Mass ist die Höhe, denn unter 30 cm Erdschicht haben die meisten Pflanzen Schwierigkeiten richtig zu wachsen. Eine grössere Erdschicht macht also durchaus Sinn und ist auch bequemer zu pflegen. Wenn du das Hochbeet auf deinem Balkon anbringen willst, empfehle ich dir mit der Verwaltung zu schauen wie Gewicht pro Quadratmeter möglich sind.

    Die Länge Hochbeets ist nicht so zentral, allerdings schlagen wir minimal 60 cm und maximal 250 cm vor. Darüber lohnt es sich ev. ein zweites oder drittes Hochbeet zu bauen, damit du immer noch getrennte Erde hast und problemlos unterschiedliche Sachen pro Hochbeet anbauen kannst.

    Abhängig von deinem Standort entscheiden wir uns für eine Tiefe von 40 bis 120 cm. Wenn du nur von einer Seite Zugang zu deinem Hochbeet hast, empfehlen wir dir es nicht tiefer als 60 cm zu machen, sonst kommst du kaum noch an die Pflanzen ran. Wenn du von allen Seiten an dein Hochbeet kommst, schaue das du rund herum jeweils etwa 80 cm breite Wege hast, dann kommst auch mit zwei Giesskannen oder einer Schubkarre problemlos daran vorbei.

  2. Eckpfosten für das Hochbeet setzen

    Wenn dein Hochbeet auf einem weichen Untergrund steht, bspw. auf deiner Rasenfläche, kannst du die Pfosten dafür einschlagen. Falls du dein Hochbeet auf einer versiegelten Fläche (Balkon, Terrasse, usw.) aufbauen möchtest, kannst du abgesägte Eckpfosten verwenden.

    Wir empfehlen dir für die Eckverbindungen hochwertiges Holz wie zum Beispiel Akazie zu verwenden. Bitte achte beim Kauf von Holz auf die Herkunft und dessen Nachhaltigkeit. Holz ist ein toller Rohstoff, wenn er wieder angepflanzt wird.
    Eckpfosten für Hochbeete: Verschiedene Untergründe

  3. Wände am Hochbeet anbringen

    Für die äusseren Wände deines Hochbeets nimmst du am besten Lärchenholz. Diese kannst du im Baumarkt oder bei einem Schreiner beziehen. Die Bretter schraubst du aussen an die Eckpfosten. Als Schrauben empfehlen wir V4A (rostfreier Stahl), da sie von der Gerbsäure im Holz nicht rostig werden.Hochbeet bauen: Wände anbringen

  4. Folie oder Vlies, das Holz im Hochbeet schützen

    Damit die Innenseite deines Hochbeets besser geschützt ist und länger hält, kannst du auf der Innenseite eine Noppenfolie oder ein dickes Gartenvlies anbringen. So stellst du sicher, dass die Feuchtigkeit in der Erde nicht direkt auf das Holz trifft.

    Wir empfehlen eine Noppenfolie aus HDPE Kunststoff. HDPE (Hochdichte-Polyethylen-Folie) ist umweltfreundlich und lässt sehr gut recyceln. Zudem ist das Material frei von giftigen Substanzen.

    Für unsere Hochbeete mit Wasserspeicher verwenden wir EPDM-Folie, dieser Kautschuk ist enorm langlebig und einfach zu recyceln.

  5. Hochbeet Füllung

    Herzliche Gratulation, dein Hochbeet steht bereits. Jetzt geht es darum den Nährboden für die Pflanzen beizugeben und dein Hochbeet zu füllen.

    Folgende Füllung hat sich bewährt, je nach Höhe deines Hochbeets braucht es jedoch nicht alle Schichten. Wir fangen unten an:

    10 – 15 cm Kies, Steine und Ziegelschrot als optionales Wasserreservoir für hohe Hochbeete.

    5 – 10 cm Sand, Blähton oder Ziegelschrot als Drainage-Schicht, darüber ein Vlies einlegen. Für Balkone eignet sich der leichte Blähton besser als Ziegelschrot.

    30 cm sandige, durchlässige Erde als Zwischenschicht bei Hochbeeten über 60 cm Höhe.

    30 – 40 cm Humuserde, wenn möglich Regenwürmer aus dem Kompost beigeben.

    Wenn du im Sommer gerne in die Ferien fährst und dir kein Bewässerungssystem zulegen möchtest, dann empfehlen wir dir unsere kompletten Hochbeete mit Wasserspeicher. Unsere Hochbeete sind so konzipiert, dass sie bis zu 3 Wochen ohne Giessen auskommen. Ausserdem ist im Lieferumfang alles enthalten, damit du gleich loslegen kannst.

  6. Hochbeet bepflanzen

    Es ist geschafft, dein Hochbeet ist bereit für den Einsatz. Bald kannst du erstes Gemüse, Kräuter und Beeren aus deinem eigenen Garten geniessen. Für die Bepflanzung der Hochbeete empfehlen wir dich an der Natur zu orientieren und eine Mischkultur anzulegen. Die Pflanzen in einer Mischkultur unterstützen und schützen sich gegenseitig vor Schädlingen und du hast mehr Vielfalt auf dem Teller. Lies dazu unsere Tipps zur Bepflanzung von Hochbeeten.

FAQ zum Bau eines eigenen Hochbeetes

Braucht es Holz und Grasnarben zur Füllung im Hochbeet?

Das haben wir bei unseren Tests auch ausprobiert, sind aber auf das gleiche Resultat gekommen wie unser Erd-Lieferant Fredy Abächerli: Diese beiden Schichten sind für die meisten Anwendungsfälle eher ein Nachteil. Das Holz und die Grasnarben verrotten anders als die restlichen Schichten in deinem Hochbeet. So kann es dazu kommen, dass Fäule entsteht oder die Humuserde sehr stark absackt und du wieder auffüllen musst.

Ich möchte ein Hochbeet aus Europaletten bauen, was muss ich beachten?

Die Palette selbst ist nicht unbedingt aus gutem Holz gefertigt. Es wird je nach Hersteller auch Klebstoff verwendet, der nicht mit der Erde in Kontakt kommen sollte. Das Holz für die Paletten-Rahmen ist nicht besonders langlebig und wird je nach Witterung schnell morsch. Bei Hochbeeten aus Europaletten ist es wichtig die Innenverkleidung dicht hinzukriegen und dafür ein Ablauf einzubauen, damit keine Staunässe entsteht. Falls du ein bestehendes Hochbeet zu einem Hochbeet mit Wasserspeicher nachrüsten möchtest, kontaktiere uns um mehr über das Upcyling-Angebot zu erfahren.

Wie schwer ist ein Hochbeet?

Das hängt von der Grösse und der Füllung ab. Bitte beachte auch, dass gute Erde viel Wasser speichern kann und dein Hochbeet so nochmals schwerer wird. Wenn du ein Hochbeet auf dem Balkon oder deiner Terrasse bauen möchtest, frag bitte bei der Verwaltung nach wie viele Kilogramm pro Quadratmeter möglich sind.

Das Krumm & Fein Hochbeet mit Wasserspeicher bei Kunden am Zürisee

Mehr Info:

Hast du Fragen zum Hochbeet mit Wasserspeicher?

Antworten zu häufig gestellten Fragen findest du in unseren Fragen und Antworten. Falls du weitere Fragen hast, melde dich jederzeit per Chat oder auf der Kontaktseite bei uns. Wir freuen uns von dir zu lesen.